12.10.2011    07:12
Termin: 20.-23.10.2011
Wir leben in einem Zeitalter sich ständig beschleunigender Veränderung und einer unaufhaltsam fortschreitender Globalisierung. Die Welt ist klein geworden und der interkulturelle Kontakt allgegenwärtig. Es besteht kein Zweifel darüber, dass sich die sogenannten modernen Gesellschaften in gewaltigen Umbrüchen befinden. Dies zeigt sich insbesondere auch aus sozialethischer Sicht.
Das führt zu zahlreichen Fragen, wie jene nach den Möglichkeiten des Verstehens, Bewertens und Kritisierens der eigenen und anderen Kulturen, aber auch solche nach Lebensbedingungen, Verteilungsgerechtigkeit, politischer Sozialisation und der Geltung von Überzeugungen, Standards und Praktiken.
Demokratie hat mit aktiver Gestaltung der Lebensbedingungen, mit Menschenrechten, sozialer Gleichheit und nicht zuletzt auch mit der Demokratisierung aller Lebensbereiche zu tun. Demokratie als Lebensform hat dabei Handlungs- und Beteiligungsfähigkeiten als Voraussetzung.
In welchem Stadium der Kindheit sollten ethische Systeme mit den demokratischen Prinzipien eingesetzt werden um die autonome Entwicklung von Kindheit im Netzwerk unserer Wissensgesellschaft optimal zu fördern?
Die Kinderphilosophie hat in den letzten Jahrzehnten bedeutende Grundlagen geschaffen, um mit dem philosophisch-pädagogischen Prozess bereits in der frühen Kindheit zu beginnen. Dabei werden die ersten großen Schritte der Kinder zur eigenständigen Entwicklung der Persönlichkeit sowie zur Problemlösungsfähigkeit und Selbstkritik, zur Konfliktfähigkeit und Empathie, zur Entwicklung einer differenzierten Wahrnehmung unterstützt.
In diesem Zusammenhang gibt es eine Reihe von globalen Herausforderungen an die Philosophie. Der diesjährige Kongress konzentriert sich auf zwei Schwerpunkte:
Wann setzt man demokratische Prinzipien ein, um die autonome Entwicklung von Kindheit optimal zu fördern? Wie lernen Kinder und Jugendliche Demokratie zu leben?
Welche Modelle können ausdifferenziert werden, um die Freiheitsgrade der Kindheit durch das Zusammenführen von ethischen Systemen mit demokratischen Grundkategorien zu entwickeln? Wie kommt es zur Förderung von Reflexionskompetenzen, zur Erhöhung des Rationalitätsverständnisses und zur Verbesserung von individuellen sowie kollektiven Freiheitsgraden in Verbindung mit Demokratie?
Dieser Kongress wird dazu beitragen zu Neupositionierungen vorzustoßen sowie eine qualitative Verbesserung von Curricularmodellen zu entwickeln. Innovative philosophische Zugänge zu Kindheit werden mit einbezogen und untersucht. Namhafte internationale Expertinnen und Experten aus verschiedenen Disziplinen und Bereichen geben einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung zum diesjährigen Thema. Ziel des Kongresses ist, durch Vorträge, spannende Grundsatzdesbatten und Projektpräsentationen, die wissenschaftliche Diskussion und den persönlichen Austausch anzuregen.
Das Programm verspricht den circa 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 18 Ländern, darunter 24 Referentinnen und Referenten, eine ereignisreiche Tagung.
Die Themen des Kongresses umfassen unter anderem folgende Bereiche:
Demokratieverständnis
Interkultureller Dialog
Neue Medien – Neue Formen der Demokratie
Globales Bewusstsein
Community of Inquiry
Philosophie der Menschenrechte
Entwicklung demokratischen Lernens
Demokratie als Lebensform
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18.12. Finanzielle Unterstützung für jede Person in Not
01.02. Eigenjagd ab 120ha, Wald ab 60ha Bregenz (0)
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